»Afrika Film Festival«, Fokus: Landgrabbing und Migration (2): Train of Sugar and Salt

Cinema & Kurbelkiste
23.09.2017 - 19:00

Ein moderner Western in einer vom Bürgerkrieg zerrütteten Region im Norden Mosambiks

THE TRAIN OF SALT AND SUGAR spielt Ende der 1980er-Jahre in einer vom Bürgerkrieg zerrütteten Region im Norden Mosambiks. Dort ist ein militärisch bewachter Zug unterwegs in Richtung Malawi. Da die Versorgung der Bevölkerung aufgrund der Kämpfe zusammengebrochen ist, sind die Fahrgäste des Zugs bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um jenseits der Grenze ein paar Salzsäcke gegen Zucker einzutauschen. Aber manche Soldaten, die sie beschützen sollen, haben durch den Krieg ebenso alle moralischen Skrupel verloren wie die marodierenden Banden, die am Wegesrand lauern. Für die Passagiere beginnt deshalb eine gefährliche Reise zwischen Leben und Tod.

Regisseur Licínio Azevedo hat die dramatische Handlung wie in einem Western inszeniert. Das Ergebnis ist so überzeugend, dass der Film bereits zu Festivals in aller Welt eingeladen wurde und ein Kritiker nach seiner Präsentation auf der Piazza Grande in Locarno schrieb, es handele sich um „eines der besten Werke“, die in den letzten Jahren bei den legendären Open-Air-Vorstellungen auf dem Platz zu sehen waren.