Trans* und Elternschaft: Salon féministe Vol. 22

Baracke, Scharnhorststraße 100
10.12.2017 - 14:30

Trans* und Elternschaft – Verhandlungen normativer Vorstellungen von Familie und Geschlecht

Es ist nicht sehr verwunderlich, dass es kaum Forschung über trans*Eltern gibt: Erst seit 2011 ist eine Zwangssterilisation für trans* Menschen nicht mehr Pflicht, sofern sie eine Personenstands- und Namensänderung wollen. Andererseits gab es in den letzten Jahren durchaus einige Publikationen rund um feministische Elternschaft. Die Perspektiven von trans* Eltern jedoch werden darin häufig marginalisiert und kommen leider immer noch viel zu kurz. Insbesondere wenn es um Elternschaft geht, sind die Biologismen nicht weit. Rix Weber interviewte Eltern, welche erst nach der Geburt der Kinder ihr trans* Coming Out hatten. In diesem Vortrag werden erste Ergebnisse der Forschung präsentiert: Es geht um Rollenanforderungen die sich ändern, Umgangsstrategien mit vergeschlechtlichen Anrufungen während der Schwangerschaft, Widersprüche um Selbstbeschreibungen (Der Mama? Die Papa?), um Kindeswohl in vermeintlicher Gefahr, Ansprüche an die Erziehung, und letztlich auch um Handlungsoptionen, nicht nur für Eltern. Rix Weber studiert an der Universität Göttingen im Master Geschlechterforschung und ist Elter* von zwei Kindern. Rix ist trans*aktivistisch und queer-feministisch unterwegs.

Kaffee und Kuchen gibt's ab 14:30 Uhr, der Vortrag beginnt um 15:30 Uhr.