Vortrag: Die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen: Erfolgsgeschichte oder Trauerspiel? AK Ge(h) Denken

Hörsaal H2, Schlossplatz 46
11.12.2017 - 18:30 bis 21:00

Am 15. Juli 2015 endete das Gerichtsverfahren gegen Oskar Gröning. Das Landgericht Lüneburg sprach ihn schuldig im Sinne der Anklage, die auf Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen lautete und verurteilte ihn zu vier Jahren Haft. Am 20. September 2016 wurde dieses Urteil vom Bundesgerichtshof bestätigt.

In welchem Kontext steht dieses deutsche Gerichtsverfahren gegen ein ehemaliges Mitglied der SS? Wie kann man diesen Prozess in der Geschichte der juristischen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands einordnen?

Wir möchten euch dazu einladen, über diese und andere Fragen mit Dr. Andrej Umansky zu sprechen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Cornelius Nestler, Universität zu Köln. Prof. Dr. Nestler vertrat bereits die Nebenklage in dem Prozess gegen John Demjanjuk so wie die Nebenklage im Prozess gegen Oskar Gröning. Über den Prozess in Lüneburg berichtete Andrej Umansky auf seinem blog www. auschwitz-trial.org.

Der AK Ge(h) denken möchte mit der Veranstaltungsreihe "Wenn du denkst, du gedenkst, dann" Einblicke in (kritische) Diskurse zum Thema Erinnerungskultur ermöglichen.