Demo: Internationaler Frauenkampftag

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Mehr Frauenhausplätze und Schutzräume für Frauen - statt Aufrüstung und Militarisierung!

2024 wurden in Deutschland 859 Frauen und Mädchen Opfer von Femiziden, über 266.000 erlebten häusliche Gewalt – das bedeutet, dass alle zwei Minuten Frauen Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt werden.  Gewalt gegen Frauen und queere Menschen ist kein Einzelfall, sondern Teil dieses Systems. Doch anstatt uns zu schützen, kürzt der Staat bei Frauenhäusern, Gesundheit und Sozialem – und steckt Milliarden in Aufrüstung. Bundesweit fehlen über 14.000 Frauenhausplätze. Unsere Sicherheit wird also dem Profit geopfert.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! - Solidarität mit allen Arbeitskämpfen!

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 18 % weniger als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit und prekären Jobs und sind stärker von Altersarmut betroffen. Sie arbeiten überproportional in gesellschaftlich notwendigen, aber unterbezahlten Berufen wie Pflege und Erziehung, die auch deshalb schlecht bezahlt sind, weil dort vor allem Frauen tätig sind. Wir müssen uns also gemeinsam gegen alle Angriffe der Politik auf unsere Errungenschaften wie das Recht auf Teilzeit stellen. Wenn Beschäftigte an der Uniklinik Münster für bessere Bedingungen streiken, müssen wir uns mit ihnen solidarisch zeigen, denn Angriffe auf die Arbeitsplätze schaffen prekäre Lebensbedingungen und sperren damit noch mehr Frauen in die finanzielle Abhängigkeit.

Vergesellschaftung von Care-Arbeit!

Frauen leisten den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit: Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Haushalt. Wenn der Staat im Sozialen und der Gesundheit kürzt, wird diese Arbeit in die Familien gedrängt – meist auf Frauen. Diese doppelte Ausbeutung von Frauen durch schlechter bezahlte Jobs und unbezahlte Care-Arbeit ist die Grundlage des kapitalistischen Systems. Besonders migrantische Frauen sind mehrfach betroffen durch Niedriglohnarbeit, mehrere Jobs und Sprachbarrieren. Die rassistische Migrationspolitik der Regierung, die das Asylrecht weiter einschränkt, verschärft die Abhängigkeit vieler Frauen vom Aufenthaltsstatus ihres Mannes. Diese rassistische Politik geht mit entsprechenden rassistischen Vorurteilen und Abwertungen gegen Menschen einher. Gegenüber migrantischen Frauen vermischt sich Rassismus mit sexistischen Narrativen, sodass sie einem geschlechtsspezifischen Rassismus ausgesetzt sind.

Waffenlieferungen stoppen!

Während Militarisierung genau den Bereichen Geld entzieht, die Frauen entlasten würden, befeuert Deutschland durch Waffenlieferungen Kriege, denen tausende von Frauen zum Opfer fallen. Ob in der Ukraine oder Palästina. Militarisierung bedeutet auch immer mehr Gewalt gegen Frauen, mehr Armut, mehr Flucht. Von den Todesopfern im Gazastreifen sind nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros rund 70 Prozent Kinder und Frauen. Wir sind solidarisch mit Frauen, die weltweit unter Krieg und, Besatzung leiden und dagegen kämpfen. Unsere Kämpfe sind international!

Körperliche Selbstbestimmung für Alle! Weg mit §218!

Schwangerschaftsabbrüche sind nach §218 StGB in Deutschland immer noch kriminalisiert. Das bedeutet: viele Hürden wie Pflichtberatungen, eine schlechte Versorgungssituation, hohe Kosten und Stigmatisierung. Frauen werden somit vom Staat gedrängt, die Rolle der Mutter einzunehmen, um Arbeitskräfte zu reproduzieren. Auch trans Personen haben keinen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsversorgung. Geschlechtsbejahende Behandlungen sind oft mit langen Wartezeiten, Bürokratie und hohen Kosten verbunden. Viele finden keine Ärzt*innen, die kompetent und diskriminierungsfrei behandeln. Statt Selbstbestimmung gibt es Kontrolle und Misstrauen.

Gemeinsam gegen Spaltung – für eine echte Gleichberechtigung!

Wir lassen uns nicht spalten nach Geschlecht, Herkunft oder Identität. Sexismus, Rassismus und Ausbeutung hängen zusammen – und wir kämpfen gemeinsam dagegen. Unsere Wut richtet sich nicht nur gegen einzelne Täter, sondern gegen ein System, das Gewalt und Armut produziert und Profite über Leben stellt. Die Befreiung der Geschlechter ist nur im Kampf gegen Patriarchat und Kapitalismus möglich!

Kommt mit uns am 8. März auf die Straße und organisiert euch – für eine Gesellschaft ohne Gewalt und Unterdrückung!

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