VON DER KRITISCHEN THEORIE ZUR UNKRITISCHEN PRAXIS? Das Verhältnis von Theorie, Praxis und Gewalt bei Adorno und Marcuse

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VON DER KRITISCHEN THEORIE ZUR UNKRITISCHEN PRAXIS? Das Verhältnis von Theorie, Praxis und Gewalt bei Adorno und Marcuse

Vortrag mit Paul Carlsen

Theodor W. Adorno und Herbert Marcuse, zwei zentrale Denker der Kritischen Theorie, gelten als wichtige philosophische Bezugspunkte der 68er und anderer großer Protestbewegungen. In der Beurteilung dieser Bewegungen und ihrer Aktionsformen lagen die beiden Philosophen jedoch weit auseinander: So diskutierten Marcuse und Adorno in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre teils sehr hitzig über die Frage, ob sich moderne Gesellschaften überhaupt noch durch Praxis zum Besseren verändern lassen. In zahlreichen Briefen, Vorträgen und Essays stritten sie über das richtige Verhältnis von Theorie und Praxis – und über den Einsatz von Gewalt.

Wie beurteilten die beiden Kritischen Theoretiker damals die jungen, (pseudo-) revolutionären Bewegungen? Welchen Wert maßen sie der Theorie im universitären ›Elfenbeinturm‹ bei, welchen der Protestpraxis auf der Straße?Wie positionierten sich Adorno und Marcuse zu Militanz und Gewalt?

Der Vortrag beleuchtet diese und weitere Aspekte der Debatte und fragt dabei auch nach der Relevanz für gegenwärtige Protestbewegungen.

 

(Eklat, Allerdings!-AK kritische Theorie, in Kooperation mit: Bezikrksjugendwerk der AWO WW)