Drehbuch Geschichte – Kamera Kolonial: Stop Filming Us

Bild
Datum

𝗗𝗶𝗲 𝗕𝗶𝗹𝗱𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽ä𝗲𝗿*𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗮𝗳𝗿𝗶𝗸𝗮𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗟ä𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 – 𝙢𝙞𝙩 𝙚𝙞𝙣𝙚𝙧 𝙀𝙞𝙣𝙛ü𝙝𝙧𝙪𝙣𝙜 𝙫𝙤𝙣 𝙅𝙚𝙣𝙨 𝙎𝙘𝙝𝙣𝙚𝙞𝙙𝙚𝙧𝙝𝙚𝙞𝙣𝙯𝙚 𝙪𝙣𝙙 𝙖𝙣𝙨𝙘𝙝𝙡. 𝙁𝙞𝙡𝙢𝙜𝙚𝙨𝙥𝙧ä𝙘𝙝 – In den letzten Jahrzehnten ist es zu einem Kinderspiel geworden, sich Bilder von anderen Länder zu machen. Die Menschen können zwar über Geschehnisse in einem Land lesen, aber es ist erwiesen, dass eine emotionale Verbindung nur dann entsteht, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Die Stadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo ist von diesem Trend nicht ausgenommen. Das Bild, das die Welt von diesem Land zeichnet, ist nicht sehr schmeichelhaft. Nach jahrelanger negativer Presse kommt Regisseur Joris Postema in die Stadt, um ihre positiven Seiten zu beleuchten und der Welt hoffentlich eine neue Perspektive zu vermitteln.

Es gibt jedoch ein kleines Problem, denn einige der Einheimischen beginnen zu zweifeln, ob seine Anwesenheit ihrem Image wirklich zuträglich ist, und ob sie nach so viel falscher Darstellung überhaupt noch gefilmt werden wollen. Überall, wo er hinkommt, ist ein Gefühl des Unwohlseins gegenüber Ausländern zu spüren. Postema begibt sich auf eine unerwartete Reise, auf der er seine eigenen Vorurteile und Wahrnehmungen überdenkt, und nimmt die Zuschauer*innen mit an einen Ort, an dem ganz andere Moralvorstellungen herrschen als bei uns. Stop Filming Us ist ein faszinierender Einblick in eine andere Kultur, der unsere Wahrnehmung hinterfragt, die wir haben, wenn wir uns mit anderen vergleichen.

Niederlande 2020 · R: Joris Postema · Db: Joris Postema, Harmen Jalvingh · K: Wiro Felix • Mit Joris Postema,Mugabo Baritegera,Bernadette Vivuya u.a. ·  suah./niederl./engl./franz.OmU · 95′