Die Linse zeigt: „A fábrica de nada“

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Datum

Sa 27. Oktober • 19:00 Uhr
So 28. Oktober • 15:00 Uhr

Pedro Pinhos origineller Spielfilm über Arbeit und Autonomie – Neorealismus mit postmarxistischen Musical-Einlagen im Blaumann (Viennale)
Eine Aufzugsfabrik in der Nähe von Lissabon: die Geschäfte gehen eher schlecht im krisengebeutelten Portugal, entsprechend haben die Beschäftigten der Fabrik kaum etwas zu tun. Eines Nachts realisiert eine Gruppe von ihnen, dass ihre Chefs den Diebstahl ihrer eigenen Maschinen organisieren. Schnell begreifen sie, dass sie es sind, deren Arbeit hier abgewickelt werden soll. Was tun? Sie diskutieren über Politik, Aktionismus und radikale Maßnahmen, schließlich widersetzen sie sich dem Diktat von Oben und besetzen ihren Arbeitsplatz. Als sich die Verwaltung komplett aus dem Staub macht, bleiben sie in der leeren Fabrik zurück. Wie soll es weitergehen? Plötzlich eröffnen sich völlig neue, bisweilen absurd überraschende Perspektiven … »In knapp drei Stunden wirft A fábrica de nada in unterschiedlichster Weise die Frage nach Räumen der Autonomie auf (in denen sich dann auch der Film selbst für eine Weile in ein Musical verselbstständigen kann), zeigt dabei aber gleichermaßen die Überforderung durch die Freiheit. Die alte linke Frage nach dem Subjekt (den Subjekten bzw. der Klasse) der Emanzipation wird hier auf originelle Weise neu durchdacht, und einmal mehr zeigt sich Portugal mit seinem Kino als eines der wichtigsten Experimentierfelder für neue Politiken.« (Bert Rebhandl, derstandard.de)

 Trailer: youtube.com/watch?v=Cbi6Nbym-_U

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