filmclub münster:L’ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD | 18. Mai

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Alain Resnais Schlüsselwerk des französischen Films nach einem Drehbuch des Schriftstellers und Filmemachers Alain Robbe-Grillet.

Vom Nouveau Roman inspiriert, verwebt Alain Resnais kunstvoll die Zeit- und Realitätsebenen zu doppeldeutigen, labyrinthartigen Szenerien von faszinierender Bildkraft.

Während einer Gesellschaft in einem prunkvollen Barockschloß will ein Mann eine junge Frau davon überzeugen, daß sie einander schon einmal begegnet sind und sie ihm versprochen habe, einen anderen Mann zu verlassen. Während er sie mit bruchstückhaften Erzählungen aus der (fiktiven/geträumten?) Vergangenheit konfrontiert, quält sie sich damit ab, sich erinnern zu können. Resnais verwebt Zeit- und Wirklichkeitsebenen zu einem komplizierten System geheimnisvoller Rückbezüge, Parallelen, Hypothesen und Kontraste. Der von der modernen französischen Literatur inspirierte Film liefert zur verwickelten Struktur des Inhalts eine faszinierende visuelle Entsprechung: Labyrinthisch sind auch die Bilder, Montagen und Schauplätze, obwohl sie zugleich einem strengen, fast abstrakten Konzept untergeordnet sind. Eine anspruchsvolle filmische Reflexion über die Schwierigkeit, Wirklichkeitseindrücke zu objektivieren. (Quelle: filmdienst)

Regie: Alain Resnais, Frankreich 1961, 94 min., FSK 16, mit Giorgio, Albertazzi, Sacha Pitoëff, Delphine Seyrig, Françoise Bertin u.a., Französische Originalversion mit deutschen Untertiteln

Der international erfolgreiche Marienbad-Film wirkte nicht nur prägend auf Filmregisseure wie Stanley Kubrick, Peter Greenaway, David Lynch oder Lars von Trier, sondern definierte ein sich auf alle künstlerischen Bereiche auswirkendes Kunstverständnis, das bis heute aktuell und relevant ist. (institut-francais)

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