Ausstellungseröffnung: Wieso seid ihr noch am Leben? Der Holodomor 1932/33 - Stalin stürzt die Ukraine in die größte Hungersnot der Geschichte Europas

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Der Holodomor von 1932/33 zählt zu den größten menschengemachten Katastrophen Europas im 20. Jahrhundert. Millionen Ukrainer:innen starben infolge der stalinistischen Zwangskollektivierung, massiver Getreidebeschlagnahmungen und der bewussten Abriegelung ganzer Regionen. Die Hungersnot wurde jahrzehntelang verschwiegen, ihre Erinnerung unterdrückt. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion konnte das volle Ausmaß dieses Verbrechens historisch aufgearbeitet werden.

Vor diesem Hintergrund präsentiert die Ausstellung „Wieso seid ihr noch am Leben? Der Holodomor 1932/33: Stalin stürzt die Ukraine in die größte Hungersnot der Geschichte Europas“ die politische Vorgeschichte, den Verlauf und die Nachwirkungen des Holodomor. Sie widmet sich zudem der Erinnerungskultur und der künstlerischen Verarbeitung dieses Traumas. Die Konzeption wurde vom Ukrainischen Institut des Nationalen Gedenkens (UINP) und dem Holodomor-Museum in Kiew entwickelt.

Die Ausstellungseröffnung findet am 21. April 2026 von 18 bis 20 Uhr im Hörsaal F2 (Fürstenberghaus, Domplatz 20-22) statt. Als Gast spricht André Sahorn, Sohn eines Augenzeugen, der die Erfahrungen seiner Familie während der Hungersnot schildern und damit einen persönlichen Zugang zu diesem historischen Verbrechen eröffnen wird.

Zu sehen ist die Ausstellung vom 21. April bis zum 12. Mai 2026 im Foyer des Fürstenberghauses.