Studentenverbindungen und die "Neue Rechte"

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Vortrag: Studentenverbindungen und die "Neue Rechte"

„Der These von der Alleinschuld Deutschlands am 2. Weltkrieg entgegentreten“
Das oben genannte Zitat stammt von der Burschenschaft "Libertas Brünn zu Aachen“. Steht dieses Zitat beispielhaft für das Gedankengut, welches in Burschenschaften gepflegt und verbreitet wird? Es ist unbestreitbar, dass in fast allen deutschsprachigen Studentenverbindungen keinerlei Aufarbeitung der Mitverantwortung am Nationalsozialismus stattfand. Wie sieht es aber aktuell aus? Welches Weltbild wurde in Verbindungen und Burschenschaften nach ´45 vermittelt? Viele Burschenschaften bezeichnen sich als parteipolitisch neutral, doch welche politische Ansichten werden bei internen Treffen und in ihren Häusern wirklich gepflegt? Welche Verbindungen bestehen zu Vordenkern der
„Neuen Rechten“? Wodurch machen sie rechte und nationalistische Politik an Universitäten wieder salonfähig? Wie versuchen national gesinnte Burschenschaftler in der AfD politisch Karriere zu machen?
Der Vortrag wird versuchen diese Fragen zu beantworten sowie eine Einschätzung zu geben, inwieweit Burschenschaften und ihre Mitglieder von dem aktuell in Deutschland stattfindenden Rechtsruck profitieren können. Außerdem werden anhand antifaschistischer Recherchen aus Aachen und Münster konkrete Überschneidungen zwischen rechten Burschenschaften, der Identitären Szene und neonazistischen Kameradschaften aufgezeigt. Zur Kontextualisierung gibt es einen kurzen Abriss über die Geschichte studentischer Verbindungen in Deutschland, sowie eine Zusammenfassung darüber, wie das sogenannten „Bundesleben“ in Verbindungen abläuft.

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