"Styx" Premiere mit Regisseur Wolfgang Fischer

Bild
Datum

Ab Sa 15. September im Wochenprogramm

Zu Gast im Cinema: WOLFGANG FISCHER

Wolfgang Fischer, geboren 1970 in Niederösterreich, studierte Psychologie und Malerei an der Universität Wien, Film und Video an der Kunstakademie Düsseldorf und Film und Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 1994 diverse Regiearbeiten und Lehrtätigkeiten. 2011 stellte er mit Darsteller Frederick Lau sein Spielfilmdebüt Was du nicht siehst im Cinema vor.

Was passiert, wenn ein Mensch auf einer Sport-Jacht alleine auf ein überladenes havariertes Flüchtlingsschiff trifft? Ein bildgewaltiges Kammerspiel auf hoher See.

Rike (Susanne Wolff), Ärztin aus Europa, 40 Jahre alt, verkörpert eine westliche Vorstellung von Glück und Erfolg. Sie ist gebildet, selbstbewusst, zielstrebig und engagiert. Rike bestreitet in Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ihrer Reise ist die Atlantikinsel Ascension Island. Ihr Urlaub wird abrupt beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, wird Rike gezwungen zu handeln.

»Auf der Grundlage eines klugen Buches, einer global relevanten Idee, eines Spürsinns und Gefühls für die Weltlage ist bei außerordentlicher Kameraführung, fein empfundener Bildmontage, feinsinnig abgestimmter Tonebene und vor allem dem meisterlichen Spiel der beiden Protagonisten ein Werk entstanden, das uns – geradezu atemberaubend – in unser aller Dilemma hineinführt. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Film, der uns tief berührt hat, und mehr als nur ein Film ist.« (Jurybegründung Heiner-Carow-Preis, Berlinale 2018)

Idee dazu?

Mit der Möglichkeit, jedem Artikel eigene Gedanken und neue Ideen hinzuzufügen, möchten wir einen produktiven virtuellen Austausch fördern. Dieser wird das persönliche Gespräch oder feste Gruppenstrukturen nicht ersetzen können, birgt aber die Vorteile einer schnelleren, öffentlichen und ggf. anonymen Diskussion. Bitte helft alle mit, dass dieser Bereich von Münster alternativ in diesem Sinne gedeiht!