Wenn in Münster die AfD etwas vorhat, dann sind die Gegenproteste groß. Wahlerfolge für diese Partei? Fehlanzeige! Münster erscheint als eine Blase, in der Rechtsextreme keinen Fuß fassen können und der zivilgesellschaftliche Protest enorm groß ist. Aber warum? Um die Gegenwart zu verstehen, muss man in die Vergangenheit schauen. War Münster schon immer von einem so großen zivilgesellschaftlichen Engagement gegen Rechtsextremismus geprägt? Waren rechtsextreme Parteien jemals erfolgreich in dieser Stadt? Um diese Fragen zu beantworten, rekonstruiert die Historikerin Ricarda Holthaus die rechtsextremen Parteistrukturen in Münsters Stadtgeschichte und die politischen und gesellschaftlichen Reaktionen anderer Akteur*innen in der Stadt. Der Fokus des Vortrages liegt auf der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), ihrer Jugendorganisation den Jungen Nationaldemokraten (JN) und der dazugehörigen Hochschulgruppe, dem Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB), vor allem in den 1960er und 1970er Jahren. Der Vortrag bietet ebenso einen spannenden Blick über diesen zeitlichen und räumlichen Tellerrand hinaus. Nach dem Vortrag wird es die Möglichkeit geben ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren, was wir aus dieser spezifischen Stadtgeschichte für die Gegenwart lernen können. Der Vortrag findet am 13.05.2026 um 19 Uhr in der a.cat (Herwarthstraße 7, 48143 Münster) statt. Es ist kein Vorwissen nötig, der Ort ist barrierefrei zugänglich.
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