Der 75-jährige Schriftsteller Paul Gratzik, war 20 Jahre lang Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Gratzik war ein Gigolo, ein Haudegen, ein Menschenmagnet, ein gläubiger Kommunist, wie geschaffen für die Arbeit eines Informanten. 1981 offenbarte sich der Spitzen-IM, informierte die Freunde, die er vorher verriet. Dass er nun von den meisten Intellektuellen ausgestoßen, dass er zur Unperson erklärt und in die Provinz verbannt wurde, nahm er in Kauf. Das filmische Porträt eines außergewöhnlichen Mannes, dessen Leben ein Zickzack zwischen den Extremen war.
Zwei gut situierte Elternpaare treffen in einer Wohnung aufeinander, um einen vergleichsweise nichtigen Konflikt auszuräumen. Der Sohn des Anwalts Alan und der Investmentbankerin Nancy hat das Kind von Penelope und Michael Longstreet mit einem Stock ins Gesicht geschlagen. Die Eltern des „Opfers“ empfangen die Eltern des „Übeltäters“, um eine Versöhnung auszuhandeln. Die Konversation beginnt gepflegt und gediegen. Doch schnell vergiften versteckte Spitzen und sarkastische Anspielungen das Klima.
Was geschieht mit Schauspielenden, wenn sie in eine Rolle schlüpfen? – im Rahmen des Dokumentarfilmfestes STRANGER THAN FICTION. Es ist ihr Beruf: Schauspieler und Schauspielerinnen schlüpfen jeden Tag in neue Rollen. Wir erleben sie als Schurken, HeldInnen, VerführerInnen oder VersagerInnen. Was verlangt das Spiel der Person hinter der Rolle ab? Was geschieht bei der Verwandlung von Person zu Figur und was bleibt nach dem Spiel an den Menschen haften? Der Film lässt Schauspieler und Schauspielerinnen zu Wort kommen.
Historischer Kriminalfilm (nach Originalakten) über Gesche Gottfried, eine der ersten jemals identifizierten weiblichen Serienmörderinnen – Regisseur Udo Flohr ist zu Gast!
Vortrag ab ca. 18.45 Uhr: Prof. Dr. Ulrich Sachsse, Göttingen Psychotherapeut und Psychotraumatologe in Göttingen
Beobachtungen und Gespräche mit Menschen aus unterschiedlichsten Berufen zur Erinnerungskultur
Während der Dreharbeiten zum Film NACHLASS (siehe 19.1.) entstanden sieben filmische Episoden, die sich aus allgemeinerer Perspektive dem Thema Erinnerungskultur nähern.
Topographie des Terrors: Die Architektin Ursula Wilms erläutert am Modell ihre Überlegungen zum Entwurf.
Gedenkstätte Buchenwald – Der Galgen: Kurator Rikola G. Lüttgenau berichtet und den transportablen Galgen der SS und die Reaktionen der Bevölkerung.