System Change not Greenwashing

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Die Aktion "System Change not Greenwashing" ist eine Protestaktion im Rahmen der fairen Woche insbesondere für Fair Fashion und die Beachtung der Menschenrechte und unserer Mitwelt. Der Fokus soll endlich auf selbst gemachte Sachen, Second Hand Kleidung und/oder grüne faire Mode gelegt werden sowie auf die Möglichkeiten, Kleidung zu reparieren oder länger zu tragen und nicht nach einer Saison auszutauschen. Wir setzen uns daher für eine soziale, gerechte und ökologisch nachhaltige Textilindustrie ein.

Die Aktion findet am Samstag, den 11.09.2021 in der Stubengasse stattund besteht aus mehreren einzelnen Teilaktionen:

Ab 11 Uhr:

  • Kleidertausch (leider kann pandemiebedingt voraussichtlich keine Umkleide gestellt werden)
  • Ausstellung "Kleider machen Menschen" der Clean Clothes Campaign Münster
  • Aktionsstand mit Ideen zum Selbermachen und Reparieren von Zero Waste Münster 

 

12:00 Uhr (und ca. 15:30 Uhr): Modenschau mit Second Hand/fairer/selbst gemachter Kleidung (Teilnahme mit eigener/geliehener/getauschter Kleidung möglich unter: infoatmuenster.greenpeace.de - macht gerne mit, wir freuen uns!)

Ab ca. 13 Uhr und über den Tag hinweg verteilt finden Interviews mit Gesprächspartner*innen aus verschiedenen Bereichen bzw. zu verschiedenen Themen der Modeindustrie statt.

14 Uhr (und ca. 15:00 Uhr) Tanz-Performance auf „Toxic“ ähnlich dieser hier: https://www.youtube.com/watch?v=pHLuGlaCHLU (Macht gerne mit! Infos, auch zu Trainingsvideos & Co. erhaltet ihr unter choreoatmailbox.org)

 

Lieferketten im Modebereich ohne Ausbeutung von Mensch und Natur

Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Ein riesiger Markt, der die Ressourcen unseres Planeten strapaziert und Arbeitsrechte und Umweltschutz mit Füßen tritt. So setzt die Textilindustrie bei der Herstellung von Jeans, Shirts und Co. massiv gesundheits- und umweltgefährdende Chemie ein. Die Abwässer aus den Fabriken vergiften in den Produktionsländern vor allem in Asien und Mittelamerika Flüsse und Trinkwasser. Bei einem konventionell hergestellten T-Shirt für 19 Euro erhält die Näherin überdies anteilig 10 Cent. Durch das Waschen von Kleidung aus Kunstfasern wie Polyester gelangt Mikroplastik ins Abwasser. In Deutschland sind das umgerechnet rund 3,3 Millionen Plastiktüten- pro Woche. Jede*r Deutsche kauft durchschnittlich 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr und trägt diese halb so lange wie vor 15 Jahren.

Beteiligte Initiativen:

Kampagne für saubere Kleidung

Vamos e. V.

Zero Waste Münster e. V.

Extinction Rebellion Münster

Odak Kulturzentrum

Greenpeace Münster