Noch mehr Atommülltransporte durch NRW in das Münsterland. Sonntag Proteste vor der Gronauer Uranfabrik

Bild
Datum
-

Die DFG-VK-Gruppe Münster weist darauf hin, dass am Sonntag mit einer Menschenkette gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau und gegen die damit verbundenen Atomtransporte demonstriert wird. Die DFG-VK-Gruppe Münster unterstützt den Protest.

Zahlreiche Uranmülltransporte sollen aus Frankreich kommen und Richtung Gronauer Urananreicherungsanlage rollen. Dagegen regt sich aber auch Protest.

In einem Atommüll-Zwischenlager neben der Gronauer Uranfabrik sollen 60.000 Tonnen Uranoxid eingelagert werden – ein radioaktives Material. Gegen diese gefährlichen Transporte aus Frankreich und gegen den Weiterbetrieb der Uranfabrik soll am Sonntag demonstriert werden. Veranstalter ist der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau.

Vor 50 Jahren, im Oktober 1976, wurde in Gronau die erste Bürgerinitiative gegen die damaligen Pläne zum Bau der Urananreicherungsanlage gegründet. Und seit 40 Jahren, seit dem Herbst 1986, treffen sich an jedem ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen zum Sonntagsspaziergang bei der Hauptzufahrt der Gronauer Urananreicherungsanlage (Röntgenstraße 4, Gronau). Zu diesem Doppeljubiläum - 40 Jahre ununterbrochene, monatliche Sonntagsspaziergänge und insgesamt 50 Jahre Protest - wird am Sonntag (1. November) ergänzend von 14.30 bis 15 Uhr eine Menschenkette vor der Zufahrt der Uranfabrik durchgeführt. Die Hauptforderung dabei lautet: Die verantwortliche NRW-Landesregierung muss die Gronauer Anlage stilllegen.

Die DFG-VK-Gruppe Münster kritisiert: „Trotz beschlossenem Atomausstieg gibt es für die Gronauer Urananreicherungsanlage bisher keine Laufzeitbegrenzung. Das ist nicht akzeptabel.“

Weitere Informationen / Kontakt: DFG-VK-Gruppe Münster, muensteratdfg-vk.de, https://dfgvk.blog.muenster.org