Eine gemeinsame Veranstaltung von Perspektive Rojava, Hochschulgruppe Analyse und Kritik, Interventionistische Linke Münster, FAU, Unrast Verlag, den Kritische Jurist*innen und dem AK zu Recht
In den vergangenen Jahren ist in Deutschland und der Europäischen Union die Abschiebepraxis stetig weiter ausgebaut und systematisiert worden. Das organisierte Rückkehrmanagement in AnKer-Zentren oder ZUEs hat ein Klima der Isolation und Ausgrenzung geschaffen. Es geht nicht mehr um Integration und Aufnahme, sondern darum Menschen nach ihrer Verwertbarkeit auszusortieren und abzuschieben.
"Trotz all der Schwierigkeiten sollte man die Lektüre des "Kapital" auf sich nehmen. Die folgende Einführung kann diese Lektüre nicht ersetzen; sie soll lediglich eine erste Orientierung bieten." So schreibt M. Heinrich im Vorwort seiner berühmten Einführung, mit der wir im Lesekreis auch arbeiten möchten. Unser Lesekreis will also nicht eine Kapital-Lektüre ersetzen, sondern eine Orientierung anbieten. Wir fangen von 0 an, jede*r kann einsteigen!
Hinweis auf eine Lesung in Erinnerung an die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933.
Einführung und Lesung: Brigitte Thomas und Dr. Kajo Schukalla.
Wir erinnern an die Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 In Münster brannten die Bücher politisch und rassistisch missliebig gewordener Autoren bereits am 6 Mai auf dem heutige Schlossplatz. All dies war nur der Auftakt für Verfolgung und Völkermord. Gleichzeitig möchten die Veranstalter auch auf aktuelle Bedrohung und Verfolgung von Autoren in ausgewählten Staaten aufmerksam machen.
Die Rechtfertigung der heutigen Gesellschaft ist gleichzeitig dünn und hart: „Der Kapitalismus ist die am wenigsten schlechte Gesellschaft zu der Menschen fähig sind“. Emanzipatorische Ansätze verhalten sich hierzu radikal-kritisch, indem sie auf die Verwirklichung einer befreiten, solidarischen Gesellschaft zielen. Doch sind wir Menschen überhaupt zu solch einer freien-solidarischen Gesellschaft fähig? Und wie müsste diese grundlegend gestaltet sein, damit sie menschlich möglich ist?
Am 8. Mai veranstaltet das „Solidaritätskomitee Perspektive – Rojava“ um 19:30 im Hörsaal JO1, Johannisstraße 4
eine Buchvorstellung und Diskussion mit den Autoren und politischen Aktivisten Kerem Schamberger und Michael Meyen zu ihrem Buch „Die Kurden – Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion“.
Vortrag von Christian Mertens am Montag, den 13.05.2019 um 19 Uhr JO 1 (Johannesstraße 4 in der Nähe der ULB)
Christian Mertens ist Rechtsanwalt in Köln mit dem Schwerpunkt Strafrecht (Fachanwalt). Er vertritt grundsätzlich Mandant*innen in Rechtsstreitigkeiten, in denen in Freiheitsrechte eingegriffen wurde, darunter Betroffene von polizeilichen Maßnahmen auf Grundlage des Polizeigesetzes, das in NRW im Dezember 2018 verschärft wurde. In der Vergangenheit hat Christian Mertens bereits Vorträge zur Änderung des Polizeigesetzes gehalten.
Herliche Einladung zum Gedenken am ehemaligen Gewerkschaftshaus in der Dammstraße, wo am 2. Mai 1933 die Gewerkschaftssekretäre gefangen genommen wurden.