Zum 6. Jahrestag des Einsturzes der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch veranstaltet ein bunt gemischtes Bündnis eine Woche voller ebenso bunt gemischtem, vielseitigem Programm rund um die Bewegung von Fast Fashion zu Fair Fashion – eben eine Fashion Revolution Week.
Zwischen dem 28. Juni und dem 1. Juli 1969 herrschten in und um das Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street Unruhen, die in die Geschichte eingingen. Zu dem 50. Jahrestag zeigen wir zwei Filme. Jahrzehnte bevor der erste Christopher-Street-Day gefeiert wurde, gab es für Schwule und Lesben noch keine adäquate Bezeichnung – und etwas, das keinen Namen hatte, konnte folglich gar nicht existieren.
Um bewaffneten Widerstand gegen das Apartheidregime zu organisieren, reiste Nelson Mandela in den frühen 1960er-Jahren inkognito als Chauffeur eines renommierten Theaterregisseurs und engagierten Freiheitskämpfers durchs Land. Der Mann war Cecil Williams. Er war Lehrer, Soldat, Theatermacher, Dandy und Mitglied des militärischen Flügels des African National Congress (ANC) – ein unermüdlicher Anti-Apartheid-Aktivist, ein begnadeter Redner, der seine Sprache als Waffe einzusetzen verstand, und schwul.
Als der Besitzer eines Modellzugladens, Henry Styles (Paul Benjamin) stirbt, hinterlässt er seinem Mitarbeiter, dem kleinwüchsigen New Yorker Finbar (Peter Dinklage), der Züge über alles liebt, ein verlassenes Schaffnerhaus. Finbar ist überglücklich. Er hofft an diesem einsamen Ort endlich Ruhe vor der aufdringlichen Gesellschaft zu finden, die ihn ausschließlich auf seine Größe reduziert.
Zwei Jahre teilten sich Elling und Kjell Bjarne ein Zimmer in der Psychiatrie, dann werden sie in den normalen Alltag entlassen, bekommen eine Sozialwohnung und einen Sozialarbeiter. Jetzt sollen sie zeigen, dass sie damit klarkommen. Gar nicht so einfach für jemanden, für den das Durchqueren eines Restaurants fast genauso schwierig ist wie eine Wanderung zum Südpol. Als Kjell Bjarne die Frau seines Lebens trifft und Elling die Erkenntnis ereilt, dass er zum Poeten geboren ist, müssen die beiden alles geben, was sie haben - und sogar noch etwas mehr.
Michal ist eine 32-jährige ledige orthodoxe Jüdin. Seit über zehn Jahren versucht sie mit zunehmender Verzweiflung, einen Mann zu finden. Über eine Heiratsvermittlerin wird sie schließlich fündig. Doch plötzlich bekommt ihr Verlobter kalte Füße. Anstatt die Feierlichkeiten abzusagen, entschließt sie sich auf Gott zu vertrauen und die Hochzeitsvorbereitungen nach Plan weiterlaufen zu lassen, um schließlich am achten Tag des Hanukkah-Fests am Altar zu stehen. Der Allvater wird ihren Liebsten schon wieder rechtzeitig hinkriegen oder einen neuen besorgen.
Die "Geschichten vom Kübelkind" sind ein frühes Kino-Experiment in 25 kurze Episoden unterschiedlicher Genres und unterschiedlicher Stile um die Kunstfigur "Kübelkind". Das Kübelkind entsteigt einer Mülltonne und begegnet verschiedenen "normalen" Menschen, die ihm beibringen wollen, wie man ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft wird und was Sitte und Anstand bedeuten. Doch das Kübelkind lernt immer mehr als nur das, was es lernen soll. Seine Neugier und seine Aufmüpfigkeit kollidieren mit den Normen, die Sozialisierungsversuche scheitern. Am Ende stehen jeweils Mord und Totschlag.
1968, Zeit des Prager Frühlings, zwei rumäniendeutsche Brüder begeben sich mit ihrem Vater auf eine Reise in die DDR. Durch eine Operation des lebensüberdrüssigen Vaters in der Bundesrepublik soll das Familiengleichgewicht wieder hergestellt werden. Doch als die Grenzen zurück in die CSSR durch sowjetische Panzer geschlossen werden und die Familie sich plötzlich in der BRD wieder findet, stellt sich die universelle Frage: Ist das scheinbar zum Greifen nahe persönliche Glück wichtiger als die Familie?
Jonas ist 33, lebt im südfranzösischen Toulon und arbeitet als Krankenträger. In seiner Freizeit lässt er sich von einem Sexdate zum nächsten treiben, nachts zettelt er in Clubs regelmäßig Streit an. Als ihn sein Exfreund aus der Wohnung schmeißt, fährt Jonas auf seinem Motorrad scheinbar ziellos durch die Straßen. Er kann nicht vergessen, was vor 18 Jahren mit ihm passiert ist. Er kann Nathan nicht vergessen, den coolen Jungen mit der Narbe im Gesicht, der im neuen Schuljahr plötzlich neben ihm saß und ihm kurz darauf seinen ersten Kuss gab.
Im Alter von drei Jahren hört ein gesunder und aufgeweckter Junge namens Owen Suskind plötzlich und ohne Vorwarnung auf zu sprechen. Er verschwindet völlig und scheinbar ausweglos in seiner eigenen Welt. Die Diagnose: Autismus. Fast vier Jahre vergehen, in denen Owen ausschließlich auf Disney-Filme zu reagieren scheint. Eines Tages streift sein Vater im Spiel eine Handpuppe über – Jago, den Sprüche klopfenden Papagei aus „Aladdin“ – und fragt seinen Sohn: „Wie ist das eigentlich, wenn man so ist wie du?“ Und – Peng!