𝗗𝗶𝗲 𝗥𝗼𝗹𝗹𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗝𝗮𝘇𝘇 𝗯𝗲𝗶 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗲𝗳𝗿𝗲𝗶𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗮𝗳𝗿𝗶𝗸𝗮𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗞𝗼𝗹𝗼𝗻𝗶𝗲𝗻 - Ab Ende der 50er Jahre erkämpften immer mehr kolonisierte afrikanische Gebiete ihre formale Unabhängigkeit. Die ehemaligen Kolonialmächte und die USA machten ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss aber weiter geltend. Dabei scheuten sie auch vor Staatsstreichen und politischen Morden nicht zurück.
Der Film beleuchtet wie im Kongo Belgien und die USA mit der CIA die Ermordung des demokratisch gewählten Präsidenten Patrice Lumumbas plante und den Despoten Mobutu an die Macht verhalf. Bisher wenig beleuchtet war die Unterstützung der afrikanischen Befreiungsbewegungen durch schwarze US-amerikanische Aktivisten wie die Black Panther oder Martin Luther King. Eine der seltsamsten Wendungen in dieser Tragödie ist jedoch die Rolle, die der Jazz spielt.
Die Musik der damaligen „Halbgötter“ des Jazz bildet eine reiche Kulisse für Johan Grimonprez‚ aufwändige und komplexe Dokumentation über die schwierige Geburt der afrikanischen Unabhängigkeit. In einer rasanten Montage von Archivmaterial und Musik zeigt der Film, wie Jazz als imperialistisches Instrument von der US-Regierung eingesetzt wurde. Ein wütender Aufschrei gegen die Unterdrückungsmechanismen der westlichen Welt.
Belgien/Frankreich/Niederlande 2024 · R: Johan Grimonprez · Db: Johan Grimonprez, Daan Milius · K: Jonathan Wannyn • Mit Louis Armstrong, Malcolm X, Nina Simone, Miles Davis, Duke Ellington u.a. · engl./franz.OmU · 150′