Diskussionsreihe "Umkämpfte Räume" - geographische und aktivistische Perspektiven auf soziale Bewegungen

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Der zweite Termin der geographischen Diskussionsreihe "Umkämpfte Räume" der AG Kritische Stadtgeographie und des studentischen AK Kritische Geographie widmet sich dem Thema "Innerstädtischer Freiraum zwischen Einhegung und Ermöglichung". Neben einem Vortrag von Nico Tiemeyer findet eine Diskussion mit Tim Toebbe von der B-Side statt.

Der Zugang zu bezahlbaren Räumen stellt eine zentrale Herausforderung für die Arbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen dar und ist häufig nicht ohne Beteiligung kommunaler politischer Akteure möglich. Dies hat Auswirkungen auf das emanzipatorische Potenzial dieser Initiativen. Am Beispiel der ada_kantine in Frankfurt am Main wird aufgezeigt, welche politisch-ökonomischen Faktoren die Etablierung dieses innerstädtischen Freiraums ermöglichten und wie dort der Gefahr der Einhegung und Vereinnahmung zivilgesellschaftlichen Handelns strategisch begegnet wird.

Zusammen mit der B-Side Münster diskutieren wir Möglichkeiten und Herausforderungen für die Schaffung von koproduktiven, bottom-up entwickelten und selbstverwalteten Räumen. Die B-Side ist ein zivilgesellschaftlich initiiertes Kultur- und Quartiersprojekt im Münsteraner Hansaviertel. Sie entstand aus der Verhinderung einer drohenden Privatisierung und zeigt, wie soziale Bewegungen und Stadtpolitik im Spannungsfeld von Selbstorganisation, Gemeinwohl und öffentlicher Förderung aufeinandertreffen.