Salon féministe n° 27 Warum Kapitalismuskritik nicht ohne Liebe zu denken ist. Zur Einführung in materialistisch-feministische Theorien

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Salon féministe n° 27

Warum Kapitalismuskritik nicht ohne Liebe zu denken ist.
Zur Einführung in materialistisch-feministische Theorien
Vortrag und Diskussion mit Katharina Volk

In den 1970er Jahren forderten Feministinnen die Befreiung der Hausfrau, welche die unbezahlte Hausarbeit aus Liebe leistet. Mit ihren Publikationen und Aktionen zeigten sie dabei auf, dass eine emanzipatorische Kapitalismuskritik nicht ohne den Blick auf die gesellschaftliche, geschlechtliche und internationale Arbeitsteilung auskommt. Auch heute muss eine radikale Kritik am Bestehenden sowohl die Erwerbs- als auch die Familienarbeit in ihren Verhältnissen und ihrer Verwobenheit erfassen und die spätestens seit der Hausarbeitsdebatte unausweichlichen Fragen nach den Zusammenhängen von Kapitalismus und Patriarchat sowie der Produktion der Lebensmittel (Warenproduktion) mit der Produktion des Lebens (Reproduktion) stellen. Historisch betrachtet gibt es schlagfertige materialistisch-feministische Theorien, die diesen Anspruch verfolgen. Einige dieser Ansätze zu erläutern und zu klären, wie und was all das mit Liebe zu tun hat, wird Gegenstand des Vortrags sein.

Katharina Volk lebt derzeit in der Nähe von Kiel und arbeitet bei der IG Metall im Bezirk Küste. Im Juni 2018 erschien ihre Dissertation unter dem Titel "Von der Gesellschaftsanalyse zur Utopie. Ein historischer Rückblick auf materialistisch-feministische Theorien" im Verlag Westfälisches Dampfboot.

Sonntag, 21.10.2018, Baracke (Scharnhorststr. 100), 48151 Münster
um 14 Uhr: Vortrag

Eine Veranstaltung des Autonomen Frauenreferats im AstA der Uni Münster [www.frauenreferatmuenster.wordpress.com] in Kooperation mit der Gruppe et2c [www.et2c.org]

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