Filmscreening: Shoah (Claude Lanzmann)

Bild
Datum
-

Shoah, sagt Claude Lanzmann selbst explizit, „ist kein Dokumentarfilm – und gerade darin liegt seine Radikalität. Der Film verweigert Illustration und Erklärung. Statt Geschichte darzustellen, konfrontiert Shoah mit der Tatsache, dass es geschah.” Lanzmanns zentrale Einsicht lautet: Die Vernichtung der europäischen Juden entzieht sich der bildlichen Darstellung. Historische Aufnahmen, so notwendig sie als Dokumente sind, bleiben „Bilder ohne Vorstellungsvermögen“. Was nicht gezeigt werden kann, muss erzählt, verkörpert, gegenwärtig gesprochen werden.

Im Zentrum des Films stehen daher nicht Ereignisse, sondern Zeugenschaft. Überlebende, Täter*innen und Zuschauernde treten als Darsteller*innen ihrer eigenen Geschichte auf. Doch die Überlebenden sind keine „Zeitzeugen“ unter anderen: Ihre Gegenwart im Film ist selbst schon ein Skandal – nicht als Geschichte des Überlebens, sondern als Zumutung einer Existenz nach dem Zusammenbruch allen Weltvertrauens.

Wir nähern uns dem monumentalen Werk in sechs Abschnitten. Nach jeweils 90 Minuten des Schauens gibt es Raum zum Austausch, zur Einordnung und zur Diskussion. So versuchen wir, die Auseinandersetzung mit der Unerträglichkeit der Shoa besser zu ermöglichen und zugleich der vollen Länge des Werks gerecht zu werden. Ein Einstieg ist jedoch zu jedem der Termine möglich.

 Fr. 30.01.

 

Fr. 7.02.

 

 Fr. 14.02.

 

 Fr. 21.02.

 

 Fr. 28.02.

 

 Fr. 06.03.

Kategorie