Der Krieg USA gegen Iran - Vortrag und Diskussion

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Der Krieg der USA und Israels gegen Iran und den Libanon dauert nun bereits 75 Tage an. Die Folgen für die Zivilbevölkerung beider Länder sind verheerend: Tausende Menschen wurden getötet, Abertausende verletzt und Millionen befinden sich auf der Flucht – insbesondere nach der fortschreitenden Zerstörung und Entvölkerung des Südlibanons. Parallel dazu haben Militarisierung und Kriegswirtschaft überall zugenommen, während die unteren sozialen Schichten mit massiven Preiserhöhungen und Sozialabbau konfrontiert sind.

Dies sind nur einige der dramatischen Konsequenzen dieses Krieges. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht jedoch keine bloße Bestandsaufnahme, sondern eine politische Analyse: Wie hängt dieser Krieg mit der imperialistischen Weltordnung zusammen? Wie funktioniert die heutige imperialistische Weltordnung? Was hat das alles mit dem „globalen Kriegsregime" in der aktuellen Phase kapitalistischer Herrschaft zu tun? Daraus ergibt sich eine weitere zentrale Frage: Welche (neue) Strategie braucht eine Antikriegsbewegung heute?

Für den Referenten, Nima S. aus Bremen, ist klar: Der Verschärfung imperialistischer Aggression kann nur ein antikapitalistischer Internationalismus von unten entgegengesetzt werden: ein Einsatz, der unabhängig von staatlichen Logiken, aus der Perspektive des globalen Proletariats, gegen jegliche Form staatlicher Repression agiert. So sollen verschiedene Kämpfe verbunden werden, um einen gemeinsamen Kampf gegen den Kapitalismus als Ganzes zu ermöglichen.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Internationalistischen Aktionsbündnis Münster (IAB). Das IAB ist ein Bündnis sozialistischer Gruppen, die solidarisch zusammenstehen und auf lokaler Ebene verschiedene Veranstaltungen gegen Kapitalismus, Imperialismus, Kolonialismus, Zionismus und das Patriarchat organisieren.