Vom Antisemitismus, der keiner sein will - Lesung und Diskussion mit Richard Schuberth

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“Diese Texte sehe ich als Bringschuld. Nicht mich von der Linken zu distanzieren, sondern Ausstiegshilfen aus der Sackgasse falschen Linksseins anzubieten. Dafür bedarf es aber der Einsicht, sich in einer solchen zu befinden”.

Lesung und Diskussion mit Richard Schuberth, Autor des Buches "Der Antisemitismus, der keiner sein will" (Tiamat: Berlin 2026).

Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinenser*innen?

Die antisemitischen Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten Schuberth zu den psychologischen und historischen Wurzeln des Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung.

In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand.

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