Antifaschismus als Forschungsperspektive

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Der Vortrag von Dr.in Felicitas Kübler (Universität Klagenfurt) greift aktuelle Debatten der politischen Geographie zu Autoritarismus und radikaler Rechter auf und nutzt diese als Ausgangspunkt für eine Reflexion von Antifaschismus als Forschungsperspektive. Dabei wird Antifaschismus sowohl als empirischer Untersuchungsgegenstand als auch als epistemologischer Zugang diskutiert.

Auf empirischer Ebene werden exemplarisch Arbeiten zu antifaschistischen Geographien in Ostdeutschland vorgestellt, die sowohl aktivistische Praktiken als auch literarische Auseinandersetzungen mit rechter Gewalt in den Blick nehmen. Im Zentrum stehen dabei insbesondere Untersuchungen zu antifaschistischen Gruppen in Brandenburg und deren Gedenkpraktiken für Opfer rechter Gewalt sowie Analysen literarischer Werke, die sich kritisch mit rechter Gewalt auseinandersetzen und explizit antifaschistische Perspektiven artikulieren.

Darüber hinaus fragt der Vortrag nach den methodologischen und konzeptionellen Implikationen eines antifaschistischen Forschungsansatzes. Diskutiert werden Fragen des Feldzugangs, des Umgangs mit Forschungsteilnehmer*innen sowie der Kommunikation von Forschungsergebnissen. Ziel ist es, Antifaschismus nicht nur als Gegenstand, sondern auch als reflexive, forschungsethisch informierte Perspektive in der politischen Geographie zu konturieren und zur Diskussion zu stellen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!